Die Sonne – das Herz des Sonnensystems

Das Herz spielt eine besondere Rolle: Es ist das zentrale Organ, das die Lebenskraft empfängt und durch den gesamten Organismus eines Lebewesens pulsieren lässt. In Bezug auf den Menschen ist es der Brennpunkt, das Zentralorgan des individuellen Menschen, des reinkarnierenden Egos, das durch alle Teile, durch jedes Organ der menschlichen Konstitution wirkt. In analoger Weise besitzt auch das Sonnensystem ein Herz.

H. P. Blavatsky beschreibt die Sonne als das Herz des Sonnensystems:

„So findet während der manvantarischen Sonnenperiode oder Lebenszeit ein regelmäßiger Kreislauf des Lebensfluidums durch unser ganzes System statt, dessen Herz die Sonne ist – so wie der Kreislauf des Blutes im menschlichen Körper: die Sonne zieht sich ebenso rhythmisch zusammen, wie es das menschliche Herz bei jeder Rückkehr des Blutes tut. Nur braucht das Blut der Sonne, anstatt die Runde in einer Sekunde oder dergleichen zu vollenden, circa zehn Sonnenjahre zu seinem Kreislauf und ein volles Jahr zu seinem Durchgang durch Aurikel und Ventrikel derselben, bevor es die Lungen wäscht und von da aus in die großen Arterien und Venen des Systems zurückkehrt.“

Aus: Helena Petrowna Blavatsky: Die Geheimlehre, Band 1, S. 591.

An anderer Stelle weist Blavatsky auf die tiefere Bedeutung des menschlichen Herzens hin:

„Das Bewusstsein ist zusammengesetzt aus dem Bewusstsein aller Zellen des Körpers mit Ausnahme der des Herzens. Das Herz ist der König, das wichtigste Organ im Körper des Menschen. […] Der Punkt im Herzen, der am spätesten von allem stirbt, ist der Sitz des Lebens, das Zentrum von allem, Brahmâ, der erste Punkt, der im Fötus lebt, und der letzte, der stirbt. […] Dieser Punkt enthält potenziell Gemüt, Leben, Energie und Wille. […] Das Herz ist der Mittelpunkt des geistigen Bewusstseins, so wie das Gehirn der Mittelpunkt des intellektuellen ist. […] Daher die Qualen der Reue, die Gewissensbisse; sie kommen aus dem Herzen, nicht aus dem Kopfe.“

Aus: Helena Petrowna Blavatsky: Die Geheimlehre, Band 1, S. 582 f.